Die Nähmaschine im Keller

Ich habe eine Nähmaschine. Die steht im Keller, im Originalkarton. Schon ein bisschen länger, seit vier Jahren, um genau zu sein. Aber jetzt wollte ich mal was nähen. Schließlich steht der nächste Kindergeburtstag bevor und eine bunte Stoffgirlande wäre doch ganz hübsch. 

Ich erinnerte mich also an die Nähmaschine, die ich ganz ordentlich so verstaut hatte, dass man sie ohne große Rumräumerei (unser Keller ist WINZIG) heraufholen konnte. Großartig.

Oben ausgepackt, gefreut. Dann entdeckt: da fehlt was. Wo sind Kabel und Pedal? ZEFIX!!


Das muss ja so sein. Irgendwas fehlt immer. Es ist zum Verzweifeln! Kabel und Socken! Warum verschwindet der Kram immer? Und wohin? Im meinem Kleiderschrank habe ich eine Schublade voller einzelner Socken. Der zweite findet sich nie. Im Schrank haben wir auch eine Riesenkiste mit Kabeln. Das passende Gerät dazu findet sich meistens auch nicht. Weiß der Teufel, woher die ganzen Kabel immer kommen und wofür sie eigentlich sind. Irgendwann tauchten sie mal auf, hier eines, da eines, ohne Sinn und Zweck. Wir schmeißen die Kabel aber natürlich nicht weg. Die kann man sicher noch mal brauchen. Bestimmt! Deswegen sammeln sie sich in der Kiste und warten. 

Die Kabel für die Nähmaschine waren aber nicht dabei. War ja klar. 


Also habe ich im Internet gesucht. Und festgestellt: mein Nähmaschinen-Modell gibt es nicht mehr. Dementsprechend auch kein Zubehör. Stattdessen fand ich eine Menge Einträge in Foren und Bewertungsportalen. Einhellige Meinung zu meiner Nähmaschine: Größter Schrott aller Zeiten! Billigdreck, kann nicht mal geradeaus nähen, rausgeschmissenes Geld, Finger weg!


Herzlichen Glückwunsch, Gudrun! Ein toller Kauf. Jetzt habe ich überhaupt keine Lust mehr, nach passenden Kabeln zu suchen. Oder überhaupt irgendwas mit dieser Nähmaschine anzustellen. Sie steht jetzt wieder im Keller, im Originalkarton. 


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