Bunte Tags und wie Google meine Sprache bestimmt

Ich musste die Karamellkekse von neulich verpacken. Schlicht mit einer braunen Butterbrottüte und damit es ein bisschen bunter wird, mit ein paar Tags aus Fotokarton.


Tags. Täääääägs. Man könnte sie auch schlicht auf deutsch Anhänger nennen. Oder Etiketten. Aber wer in der Bildersuche bei Google nach Anhängern sucht, findet welche, die man hinten ans Auto hängt, wer Etiketten eingibt, landet erstmal bei Aufklebern. Beides völlig falsch! Vielleicht Schildchen? Da spuckt die Bildersuche das Passende aus. Aber: Schildchen wird kaum gesucht pro Monat. 390 Suchanfragen für Schildchen, 450.000 für Tags, sagt Google AdWords.

Damit ist alles klar, auch wenn es mir ein bisschen weh tut, englische Begriffe zu verwenden, wenn es deutsche genauso gut täten. Aber schließlich will ich gefunden werden in den Weiten des Internets. Drum: alles für die Suchmaschine!

 

Ich finde die Anhänger/Etiketten/Schildchen/Tags optimal, um Verpackungen aufzuhübschen. 

Ich benutze dafür Fotokarton, Motivstanzer und eine Lochzange. Wer das nicht hat, zeichnet die Form einfach vor und schneidet sie dann aus. Löcher lassen sich mit Schaschlikspießen bohren, oder - je nach Größe der Form - mit einem simplen Bürolocher stanzen. Wenn die Löcher ein bisschen ausgefranst aussehen oder einen Tick zu groß geraten sind, kann man das mit einer etwas dickeren Schnur kaschieren.

Ich habe eine schlichte Paketschnur verwendet. Die passt optimal zum braunen Papier und lässt den Tags die meiste Aufmerksamkeit. So soll es sein. 

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Kommentare: 2
  • #1

    Sandra (Montag, 14 September 2015 08:18)

    Ich bin für Schildchen! :-)

  • #2

    Mütterlein (Donnerstag, 10 November 2016 00:53)

    Man könnte zur Eindeutschung der "Tags" vielleicht den Plural "Tage" nehmen. Der wird im Deutschen mühelos verstanden und ist auch so nett mehrdeutig.